Nur das Wichtigste
1 Std. 7 Min.2.4 km · 12 Stationen
Das, wofür man herkommt: Forum, Haus des Fauns, Lupanar, Großes Theater. Wenn die Zeit knapp ist, nehmen Sie diesen.
Es ist die erste Frage vor der Reise, und beantwortet wird sie fast immer geraten. Reiseführer schreiben «zwei bis drei Stunden einplanen» — und so lässt man entweder die halbe Stadt aus oder schleppt sich kurz vor Schließung hinaus. Hier stehen Zahlen, die tatsächlich gerechnet sind.
Die Gehstrecke wird über das echte Straßennetz der Ausgrabungen berechnet, nicht in Luftlinie. In Pompeji wiegt das schwerer als anderswo: Die Stadt ist ein Raster aus Insulae, einzelne Straßen sind jederzeit gesperrt, und der Umweg um einen gesperrten Block kostet ein paar hundert Meter, mit denen niemand gerechnet hat.
Zum Gehen kommt die Länge jeder Erzählung und noch einmal neunzig Sekunden pro Station, um schlicht zu stehen und anzusehen, wofür man gekommen ist. Genau dieser Summand fehlt in Reiseführern, und deshalb wirken ihre Schätzungen vor Ort so optimistisch.
1 Std. 7 Min.2.4 km · 12 Stationen
Das, wofür man herkommt: Forum, Haus des Fauns, Lupanar, Großes Theater. Wenn die Zeit knapp ist, nehmen Sie diesen.
1 Std. 49 Min.3.9 km · 20 Stationen
Fresken, Mosaike und was in den letzten Jahren aus der Erde kam: der Schwarze Saal, der Saal der dionysischen Mysterien, die Bäckerei mit Gefängnis. In Reiseführern steht das noch nicht.
3 Std. 25 Min.7.7 km · 35 Stationen
Vom Seetor zum Amphitheater über das Forum, die Wohnviertel und die Via dell'Abbondanza. Ein halber Tag — dafür ohne Lücken.
Hier schweigt sich jede veröffentlichte Schätzung aus. Rechnen Sie getrennt ein:
Der Park hat drei: Porta Marina, Piazza Esedra und Piazza Anfiteatro. Porta Marina liegt dem Bahnhof am nächsten und ist deshalb der vollste; Piazza Anfiteatro liegt am entgegengesetzten, östlichen Ende der Stadt.
Wer die lange Route geht, sollte an einem Ende hinein und am anderen hinaus. Es ist dasselbe Ticket, und es erspart den Rückweg quer durch die ganze Stadt auf müden Beinen — auf der längsten Route ist das knapp eine Stunde, die Sie zurückbekommen.
Die Zeiten oben gehen von jemandem aus, der in gewöhnlichem Tempo und ohne Einschränkungen geht, und das gehört deutlich gesagt: Der Untergrund in Pompeji ist härter, als die meisten erwarten. Die Straßen sind das originale Basaltpflaster, von Karrenrädern ausgefahren, mit erhöhten Trittsteinen an den Kreuzungen. Ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen ändert die Route selbst, nicht bloß das Tempo.
Der Park unterhält eine barrierefreie Route namens «Pompeii for All» — damit fängt man in dem Fall an, und die Zahlen dieser Seite gelten dafür nicht. Andrang wirkt ähnlich, nur milder: An einem vollen Samstag im Frühjahr schlagen Sie auf alles oben großzügig zwanzig Prozent auf.
Die Netzabdeckung in den Ausgrabungen fällt praktisch auf null, und man merkt es im denkbar ungünstigsten Moment. Was Sie auch immer auf dem Telefon dabeihaben wollen — Karte, Guide oder Ticket —, laden Sie es herunter, bevor Sie durch das Tor gehen. 44 Hektar bei dünner Beschilderung, und an vielem gehen Sie vorbei, ohne zu erfahren, was es ist. Darunter das Beste, was in der Regio IX in den letzten Jahren aus dem Boden kam und wovon gedruckte Reiseführer noch nichts wissen.
Aktualisiert 2026-09-10